Event-Catering
Nach dem Event kommt die Tonne: Warum Caterer ihren Schwund pro Veranstaltung erfassen müssen
8. Juni 2026 · ca. 6 Min. Lesezeit
Im Event-Catering gibt es eine Urangst: Die Platten sind leer und die Gäste sind noch hungrig. Eine schlechtere Werbung gibt es für einen Partyservice oder eine Hochzeitslocation nicht. Die logische Konsequenz? Es wird mit massiven Puffern kalkuliert und produziert.
Das bittere Erwachen kommt beim Abbau. Was einmal auf dem Buffet stand, darf aus Gründen des Verbraucherschutzes und der Hygiene oft nicht mal mehr an das eigene Personal abgegeben werden. Es wandert direkt in die Tonne. Wer diese Verluste nicht exakt erfasst, kalkuliert auch das nächste Angebot wieder falsch.
Die Falle der Pauschalkalkulation
Viele Caterer verbuchen den Überschuss nach einer Veranstaltung einfach als „normalen Schwund“ oder haken es unter „Hauptsache, es hat gereicht“ ab. Doch wer so arbeitet, verschenkt wertvolle Daten für die zukünftige Menüplanung.
Wenn du nicht genau weißt, welches Gericht bei welcher Art von Veranstaltung wie oft übrig bleibt, verlierst du bei jedem Auftrag Marge. War es bei der Firmenfeier wieder die vegetarische Alternative, die kaum angerührt wurde? Oder wurden bei der Hochzeit viel weniger Sättigungsbeilagen gegessen als gedacht? Das Bauchgefühl täuscht hier oft, weil man sich nach einem anstrengenden 14-Stunden-Tag meistens nur noch an den Gesamtaufwand erinnert, nicht aber an die genauen Kilogramm im Müll.
Die Nachkalkulation optimieren – direkt beim Abbau
Ein digitales Schwundbuch muss genau da ansetzen, wo aufgeräumt wird: an der Spülstraße oder direkt am Buffet-Abbau. Wenn das Team die Reste mit zwei Klicks auf dem Tablet oder Smartphone einträgt, ist die Dokumentation erledigt, noch bevor der Transporter wieder auf den Hof fährt.
Diese Daten sind Gold wert für dein nächstes Angebot:
- Exakte Produktionsmengen: Der Küchenchef sieht bei der Planung der nächsten Feier mit 100 Personen sofort in der App, wie viel Gramm Fleisch, Fisch oder Gemüse beim letzten Mal tatsächlich verbraucht wurden.
- Bessere Beratung beim Verkauf: Du kannst dem Kunden im Beratungsgespräch datenbasiert sagen: „Erfahrungsgemäß reicht bei dieser Gästeanzahl Menge X völlig aus.“ Das wirkt hochprofessionell und schont deinen Wareneinsatz.
Fazit: Wer nicht nachkalkuliert, zahlt drauf
Catering lebt von der präzisen Logistik und Kalkulation. Nutze ein einfaches Tool wie Schwundbuch, um nach jedem Event schwarz auf weiß zu sehen, wo dein Gewinn geblieben ist. So senkst du die Lebensmittelverschwendung und erhöhst den Ertrag pro Veranstaltung spürbar.
Weitere Artikel
- Schluss mit dem Zettelchaos: Warum handschriftliche Schwundbücher dich bares Geld kosten
- Wareneinsatz im Griff: Wie dir ein digitales Schwundbuch bei der Kalkulation hilft
- Lebensmittelverschwendung senken: 5 Tipps, wie dein Küchenteam wirklich mitzieht
- Das überladene Buffet: Wie Hotels beim Frühstück unbemerkt Tausende Euro wegwerfen