Organisation

Vier Läden, eine Monats-Excel — und niemand weiß, wo es klemmt

12. Juni 2026 · ca. 4 Min. Lesezeit

Standort C wirft jede Woche abgelaufene Milchprodukte weg. Standort D hat auffällig viel Regalbruch bei Getränken. Die Zentrale sieht am Monatsende eine Summe — und diskutiert pauschal über Sortiment oder Sicherheit, statt gezielt einzugreifen. So läuft es, wenn alle Filialen in dieselbe Excel tippen oder gar nicht trennen.

Mehrere Standorte brauchen getrennte Schwundzahlen — aber keine doppelte Verwaltung. Pro Filiale eigene Buchungen, eigene Auswertung, eigener Export. Stammdaten zentral pflegbar, damit Artikel und Gründe überall gleich heißen. Die Verluste bleiben trotzdem filialscharf.

Warum Vermischung teuer wird

Ohne Standorttrennung vermischen sich Muster: Ladendiebstahl in A sieht aus wie MHD-Problem in B. Der Einkauf bestellt für alle gleich — obwohl nur ein Standort zu große Chargen bestellt. Die Inventur zeigt eine Differenz — aber niemand kann sagen, welcher Laden sie treibt.

Getrennte Dokumentation macht Vergleiche möglich: Wo ist der Bruchanteil hoch? Wo sammelt sich Schwund nach der Inventur? Erst dann lohnt ein Gespräch mit der Filialleitung — mit Zahlen, nicht mit Bauchgefühl. Ausführlich: Bruch und Schwund trennen.

Erweitern statt neu anfangen

Bestehende Kunden legen weitere Filialen unter /erweitern an — nicht erneut von vorne. Unternehmensdaten und gemeinsame Stammdaten bleiben konsistent; jede neue Filiale bekommt eigenen Zugang und eigene Auswertung. Schrittweise: erst der problematische Standort, dann die nächste Filiale.

Regal statt Büro

Filialtrennung nützt nur, wenn vor Ort gebucht wird — am Regal, nicht am Monatsende im Büro. EAN-Scan und Schnellanlage am Terminal halten jeden Standort nachvollziehbar: EAN-Scan Bruch-Erfassung. Vor der Inventur: Inventur und Schwund. Bei Rest-Differenzen: Inventurdifferenzen buchen.

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